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Abstrakte weiße Wellen

Jagd:

Vorbereitungskurs jagdliche Brauchbarkeit

Schweiß- und Nachsuchearbeit im Schalenwildrevier (Baden-Württemberg)

Die Brauchbarkeitsprüfung stellt Jagdhunde und Hundeführer vor klare Anforderungen.
Geprüft werden nicht nur Nasenleistung und Spurtreue, sondern vor allem Gehorsam, Führigkeit, Ruhe, Schussfestigkeit und eine sichere Zusammenarbeit im Revier.

Unser Vorbereitungskurs bereitet Sie und Ihren Hund gezielt und strukturiert auf diese Anforderungen vor.

Das Training orientiert sich fachlich an den Prüfungsinhalten und Vorgaben des
Landesjagdverbandes Baden-Württemberg sowie den Standards des
Jagdgebrauchshundverbandes (JGHV)
für die Brauchbarkeit im Schalenwildrevier (Nachsuche/Schweißarbeit).

Ziel ist es, Hund und Hundeführer sicher, ruhig und prüfungsreif aufzustellen – nicht nur für den Prüfungstag, sondern vor allem für den späteren jagdlichen Einsatz.

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  • 🔹 Gehorsam & Führigkeit

    • sicherer Grundgehorsam im Gelände

    • zuverlässiger Abruf auf Ruf oder Pfiff

    • ruhiges Anleinen lassen

    • kontrolliertes Verhalten unter Ablenkung

    • Freifolge, Sitz/Platz, ruhiges Benehmen

    Ein führiger Hund ist die Grundlage jeder sicheren Nachsuchearbeit.

    🔹 Leinenführigkeit im Bestand

    • lockeres Folgen ohne Ziehen

    • sauberes Arbeiten durch Stangenholz, Kulturen und Dickungen

    • kein Verheddern

    • ruhiges und aufmerksames Mitgehen

    (mehr als zwei Fehler führen in der Prüfung zum Nichtbestehen)

    🔹 Schussfestigkeit

    • Gewöhnung an Schussgeräusche

    • ruhiges Weiterarbeiten trotz Schuss

    • kein Flucht- oder Meideverhalten

    • sichere Ansprechbarkeit unter Stress

    Ein schussfester Hund ist im Jagdbetrieb unverzichtbar und Voraussetzung für das Bestehen der Prüfung.

    🔹 Schicken und Schießen / Schussfestigkeit im Feld oder Wald mit Abruf (Prüfungsfach 3.1.2)
    Der Hund arbeitet frei im Gelände oder bei der Suche. Währenddessen fallen in seiner Nähe Schüsse. Anschließend wird er auf Ruf oder Pfiff zurückgerufen und angeleint.

    Im Training üben wir

    • freies Arbeiten trotz Schussabgabe

    • Gelassenheit bei Schussgeräuschen in 30–50 m Entfernung

    • sofortiges Weiterarbeiten nach dem Knall

    • sicheren Rückruf auf Ruf oder Pfiff

    • unmittelbares Herankommen und Anleinen
       

    Prüfungsanforderungen

    • mindestens zwei Schrotschüsse

    • Abstand zwischen den Schüssen mindestens 20 Sekunden

    • bei unklarer Reaktion Wiederholung frühestens nach 30 Minuten
       

    Definitionen

    • leichte Schussempfindlichkeit → kurzes Erschrecken, Arbeit geht weiter

    • einfache Schussempfindlichkeit → Schutzsuchen, Arbeit innerhalb 1 Minute wieder aufgenommen

    • starke Schussempfindlichkeit → Arbeitsverweigerung 1–5 Minuten

    • schussscheu → länger als 5 Minuten oder Weglaufen
       

    Nicht bestanden bei

    • starker Schussempfindlichkeit

    • Schussscheue

    • Handscheue

    • Hund kommt nicht auf Ruf oder Pfiff

    • Hund entzieht sich der Einwirkung des Führers

    Stark schussempfindliche oder handscheue Hunde werden von der Weiterprüfung ausgeschlossen.

    🔹 Standruhe & Treibjagd-Simulation

    • ruhiges Warten am Stand neben dem Führer

    • Gelassenheit bei Treibern, Lärm und mehreren Schüssen

    • kein Ziehen, Bellen oder Vorpreschen

    (Drückjagd-/Standsituation wie in der Prüfung)

    Prüfungsaufbau

    • mehrere Gespanne stehen als Schützen

    • Hunde angeleint

    • Treiber bewegen sich durch das Dickicht

    • mehrere Schüsse

    • jeder Führer mindestens zwei Schüsse

    • insgesamt mindestens zwölf Schüsse
       

    Hund muss zeigen

    • ruhig stehen oder sitzen

    • nicht ziehen

    • nicht bellen

    • nicht wegwollen

    • gelassen bei Schuss
       

    Nicht bestanden bei

    • dauerhaftem Ziehen

    • Bellen oder Jaulen

    • starker Unruhe

    • Schreckhaftigkeit
       

    🔹 Spurtreue, Riemenarbeit & Ausdauer (Schweißarbeit)
    Prüfungsnahe Arbeit auf künstlichen Fährten mit:

    • mindestens 400 m Länge

    • Übernachtfährte (ca. 14 Stunden Standzeit)

    • Winkeln/Haken, Wundbett, Verleitungen

    • Arbeit am 6–10 m Schweißriemen

    • ruhiges, konzentriertes, spurtreues Arbeiten

    • selbstständiges Finden des Stückes

    Wird das Stück nicht gefunden, gilt die Prüfung als nicht bestanden.

    🔹 Verhalten am Wild

    • ruhiges Anzeigen statt Reißen

    • kontrolliertes Verhalten am Wild

    • führig und abrufbar

  • 1. Schweißarbeit (Hauptprüfungsteil – KO-Fach)

    • Länge: 400 m

    • Standzeit: mindestens 3 Stunden

    • Schweiß: Wildschweiß

    • 2 Wundbetten

    • mindestens 3 rechtwinklige Haken

    • 1 Verleitung zulässig

    • echtes Stück Schalenwild am Ende


    Durchführung

    • Arbeit am Schweißriemen (6–10 m Pflicht)

    • Führer folgt dem Hund

    • Richter dahinter

    • kein Einweisen erlaubt


    Durchfallen sofort bei

    • Wild nicht gefunden

    • Arbeiten neben der Fährte

    • aktive Hilfe

    • Hetzen/Zerreißen


    2. Verhalten am Stück

    • Totverbellen

    • Totverweisen

    • ruhiges Bleiben
       

    3. Gehorsam & Führigkeit

    • Leinenführigkeit

    • Freifolge

    • Abrufen

    • ruhiges Benehmen
       

    4. Schussfestigkeit

    • keine Flucht

    • keine Panik

    • kein aggressives Verhalten

  • Zusätzlich zur Prüfungsvorbereitung trainieren wir wichtige Fähigkeiten für den jagdlichen Alltag.

    🔹 Medical- & Notfalltraining

    • ruhiges Untersuchen und Verarzten

    • Pfoten- und Körperkontrolle

    • Verbände anlegen

    • kooperatives Liegenbleiben

    • Handling bei Verletzungen oder Anschuss

    • kontrolliertes Festhalten und Tragen im Notfall

    🔹 Trage- & Handlingtraining (z. B. Hochsitz, Hindernisse, Bergung)

    • Hund aufnehmen und tragen

    • sicheres Heben und Absetzen

    • Ein- und Aussteigen aus Fahrzeugen

    • Tragen über kurze Strecken

    • Gelassenheit bei engem Körperkontakt

    🔹 Ruhe- & Impulskontrolle im Revieralltag

    • längeres ruhiges Warten am Hochsitz oder Stand

    • entspanntes Liegen trotz Wild- oder Umweltreizen

    • kontrolliertes Verhalten im Auto oder am Sammelplatz

    • ruhiges Verhalten bei längeren Wartezeiten

  • Für welche Hunde eignet sich der Kurs?
     

    • Jagdhunde, die als Schweiß- oder Nachsuchehunde eingesetzt werden sollen

    • Hunde in Vorbereitung auf eine Brauchbarkeitsprüfung

    • Junghunde im Aufbau jagdlicher Grundlagen

    • erfahrene Hunde zur Festigung von Gehorsam und Riemenarbeit

    • Gespanne, die ihre Zusammenarbeit im Revier verbessern möchten

    Ein Einstieg ist jederzeit möglich.

    Ziel des Kurses
    Nach Abschluss des Trainings verfügen Sie über einen:
    ✔ gehorsamen und führigen Hund
    ✔ schussfesten Jagdbegleiter
    ✔ sicheren Stand- und Leinenarbeiter
    ✔ spurtreuen Schweißhund
    ✔ ruhigen und kontrollierten Nachsuchepartner
    ✔ alltagstauglichen, verlässlichen Jagdgebrauchshund
    Damit sind Sie optimal auf Prüfung und jagdliche Praxis vorbereitet.

     

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